Kurzfristiger Immobilienkauf in Italien – eine Kundengeschichte

In diesem Artikel stelle ich dir zwei Kundinnen vor, die dank unserer Hilfe ganz entspannt ihre Immobilie in Italien verkauften bzw. kauften – und dabei beste Freundinnen blieben!

Ein Hilferuf kurz vor dem Notartermin

Unser gemeinsamer Weg startete etwas ungewöhnlich, denn über den Facebook Messenger erreichte mich diese Nachricht: „Gitta, kannst Du bitte dolmetschen? Ich habe einen Notartermin in zwei Wochen, um meine Immobilie zu verkaufen. Aber ich habe gar nichts Schriftliches und verstehe auch nicht, was der Notar will“. 

Dass mich ein Kunde quasi unmittelbar vor dem Notarttermin kontaktiert, ist sehr selten – aber natürlich möglich. 

In unserem Gespräch erfuhr ich dann jedoch, dass es gar keine Unterlagen für den Notartermin gab – was nicht wirklich günstig ist. Auf meine vorsichtige Nachfrage, wie denn der Verkauf geplant sei, erklärte mir die Verkäuferin, dass sie gerade vor Ort sei und deshalb den Termin vereinbart habe. Nicht unverständlich, denn der Ort liegt ziemlich weit im Süden Italiens auf einer Insel. Da fährt man tatsächlich nicht einfach mal so hin.

Was also tun? Die ersten Schritte

Wir vereinbarten einen Zoom-Termin, um uns kennen zu lernen und die Details zu besprechen. Zu dem Termin lud die Verkäuferin auch die Käuferin der Immobilie ein. Die beiden hatten für sich schon mehr oder weniger alles besprochen. Von dieser Seite schien also alles klar. Doch für einen Verkauf, der rechtssicher abgewickelt und ordnungsgemäß eingetragen werden soll, fehlten die entsprechenden Unterlagen. Seien es die Grundrisse der Immobilie, der Eigentumsnachweis derselben (d.h. der alte Kaufvertrag), der Energieausweis, die Gültigkeitserklärungen etc. – um hier nur einige wichtige Komponenten zu nennen. 

Ich kontaktierte meine Partnerin in Italien, eine auf Immobilienrecht spezialisierte Rechtsanwältin mit jahrelanger Erfahrung auch in der Betreuung ausländischer Kunden. Als ich ihr das Datum des geplanten Notartermins nannte, wurde sie erstmal blass und murmelte etwas wie ‚ma come il notaio può stabilire una data senza documenti?‘ (wie kann der Notar nur einen Termin ohne Dokumente festsetzen?). Klang da eine leichte Kritik durch? Doch dann meinte sie: ‘‘Das kriegen wir hin! Die Damen werden sich ihren Traum erfüllen!‘‘

Wie gingen wir vor?

Zunächst einmal erstellte ich eine Liste an Unterlagen, die für den Vertrag absolut notwendig waren. Und da stellte sich heraus, dass manches doch schon vorhanden war. Die Verkäuferin hatte einfach nicht gewusst, was sie alles beibringen musste. Der erste Schritt war schon mal getan!

Im nächsten Schritt setzte ich mich mit dem Geometra in Verbindung. Er hatte – vor Jahren – die Immobilie der Verkäuferin vermessen, die Eintragungen im Grundbuch mit dem Status Quo verglichen und die notwendigen Angleichungen vorgenommen. Diese Unterlagen hatte er und sandte sie mir zu. Der nächste Schritt war getan!

Gleichzeitig setzten sich die beiden Damen virtuell an einen Tisch und besprachen ihre Wünsche und Ideen. Heraus kam dabei eine lange Aufzählung, die jede für sich nochmals überarbeitete. Nach einer (mehr oder weniger schlaflosen) Nacht hatten sie ihre Liste erstellt und sandten sie mir zu. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Vertrag!

Meine italienische Kollegin hatte in der Zwischenzeit die ersten Unterlagen überprüft und war auf ein paar Ungereimtheiten gestoßen. Zeit also, beim Geometra anzurufen. Der Geometra ist wörtlich übersetzt der Vermesser. Aber er ist viel mehr – er ist derjenige, der sich um alles kümmert, was mit den Grundrissen zu tun hat. Er digitalisiert sie, sendet sie an das Katasteramt, checkt, ob der Status Quo den Eintragungen entspricht – und schreitet dann zur Tat, wenn dem nicht so ist. Ohne den Geometra läuft quasi nichts. ‚Unser‘ Geometra war begeistert, eine kompetente Ansprechpartnerin am Hörer zu haben, die ihm explizit sagen konnte, was fehlte (z.B. der Energieausweis, ohne den kein Vertrag geschlossen werden kann). Er versprach umgehend alles beizubringen. Und schon kam der Scan via Mail. Wieder ein Schritt!

Strukturierte Betriebsamkeit auf der Zielgeraden

Nach einer Woche hatten wir tatsächlich alle Unterlagen zusammen (welche Unterlagen dies sind, erfährst Du im Blogartikel: Der Vorvertrag – eine Besonderheit im italienischen Immobilienrecht) und der Vorvertrag (il preliminare) konnte erstellt werden. Vorab bekamen die Verkäuferin und die Käuferin die von mir ins Deutsche übersetzte Version – zur Kontrolle und für eventuelle Ergänzungen. Da sie bei ihren virtuellen Gesprächen jedoch großartige Arbeit geleistet und sich auch bei kritischen Punkten geeinigt hatten, musste hier nichts nachgebessert werden. Und so wurde ihnen der Vorvertrag per Mail zugesendet. Denn: die notwendigen Unterschriften konnten von zuhause aus geleistet werden! Kein Hin- und Herfahren, keine zusätzlichen Reisekosten, keine (oft mühsame) Terminfindung. Einfach so – die beiden Damen waren begeistert!

Una cosa tira l’altra – kurz vor dem Immobilienkauf

Die vereinbarte Anzahlung (siehe auch hierzu der Blogartikel Der Vorvertrag – eine Besonderheit im italienischen Immobilienrecht) war termingerecht auf das Treuhandkonto des Notars überwiesen worden. Mit ihrer großzügigen Anzahlung hatte die Käuferin das Recht erwirkt, schon vor dem eigentlichen Kaufvertrag die Immobilie nutzen zu können, um dort kleine Schönheitsreparaturen durchzuführen. Neben der Anzahlung hatten die beiden Damen noch eine gesonderte Ratenzahlung vereinbart, die ebenfalls Teil des Vorvertrags wurde. Alles so, wie sie es sich vorgestellt hatten! 

Also unterschrieben sie ihr Exemplar, tauschten es mit dem der anderen aus, unterschrieben es und sandten ihr Original (nicht per Post…) an meine Kollegin in Italien. Diese ließ umgehend die neuen Besitzverhältnisse registrieren. Ein gigantischer Schritt war getan!

Der Traum wird Wirklichkeit: Immobilienkauf in Italien

Dem Notar war bereits der im Vorvertrag aufgeführte Termin für den eigentlichen Kaufvertrag (l’atto notarile oder il rogito oder il contratto di compravendita) zugegangen und er hatte sich die Stunden für die Lesung geblockt. Da der Kaufvertrag in der Regel dem Vorvertrag entspricht, musste er keine zusätzliche Arbeit aufwenden – und die Kundinnen konnten sich zusätzliche Ausgaben sparen. Beim Notartermin wurde der Vertrag nochmals auf Italienisch vorgelesen und von mir gedolmetscht, so dass die rechtlichen Voraussetzungen (die Kunden müssen das, was gesagt wird, verstehen) erfüllt waren. In Anwesenheit von zwei italienischen Staatsangehörigen, die der deutschen Sprache mächtig sein müssen, wurde der Vertrag unterschrieben. Nun war die Käuferin nicht nur im Besitz der Immobilie, sondern Eigentümerin derselben geworden!

So verwandelte sich in kürzester Zeit in Realität etwas, das ursächlich eine Idee, eine Vision, ein Wunschtraum zweier Freundinnen gewesen war. Was mich besonders erstaunt, berührt und erfreut hat: die beiden sind immer offen miteinander umgegangen, haben alles besprochen und jeder hat dem anderen Zugeständnisse gemacht. Auf Italienisch sagt man dazu: Tanto di cappello! Meine Hochachtung!

UND DU?

Wenn auch du deinen Traum von der Immobilie in Italien erfüllen möchtest und dir dabei tatkräftige Unterstützung (sprachlich, fachlich, emotional) wünschst, dann melde dich bei uns! Am besten vereinbare gleich einen Termin zum 30-minütigen kostenfreien Beratungsgespräch. 

Beachte bitte: 

Wir sind keine Immobilienmakler. Wir arbeiten aber mit einem Netzwerk an italienischen Immobilienmaklern zusammen, die uns nur solche Immobilien anbieten, die den Wünschen unserer Kunden entsprechen.

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