Die Marken in Italien sind schöner als die Toskana – Teil 1

Ein Grund mehr nach Italien zu fahren:

Die Entdeckung der Marken in Italien

Ein Flair wie in der Toskana, viel weniger Touristen, viel günstiger und von wunderbaren Menschen bewohnt, die sich freuen, wenn du ihre Region besuchst. Das sind die Marken. In Kurzform. Es ist natürlich noch viel mehr, was diese Region im Zentrum Italiens so besonders macht. 

Hast du Lust auf eine Exkursion, die dir garantiert neue Erkenntnisse bringt? 

Ich stelle dir hier die heimliche Toskana vor:

Schönheit soweit das Auge reicht in den Marken

Was zeichnet das Belpaese besonders aus?

Richtig: das bereits im Namen beinhaltete Adjektiv bel(lo): schön. Und schön sind die Marken in ihrer ganzen Vielfalt

Die Natur 

Meer, Seen, Hügel, Berge – die Marken sind reich an natürlicher Schönheit

Das Meer

Wenn man von der Emilia Romagna kommt, fährt man an den ‚typischen‘ Adriastränden entlang. Auch in den Marken gibt es sie, jene weiten, mit goldfarbenem Sand bedeckten Strände. Um Ferragosto herum steht auch hier ein Liegestuhl neben dem anderen. Doch davor und danach sind es allein die Marchigiani, die stundenlang am Strand spazieren gehen, sich – bei angemessen hohen Temperaturen – in die Fluten stürzen und ihr Meer genießen. 

Hinter Senigallia (Richtung Ancona) taucht plötzlich ein für diesen Abschnitt der Adria völlig ungewohntes Bild auf: eine Steilküste! 

Der Monte Conero mit seinen Buchten, die nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar sind. Auf dem Kliff liegen kleine malerische Orte wie Sirolo, Numana und Portonovo. Dort ist ein Fischrestaurant zu gehen, ist eine wahre Offenbarung! 

Fährst Du auf der Küstenstraße weiter, kommst Du wieder an endlosen Sandstränden entlang, bis Du auf einen ganz besonderen Ort stößt: San Benedetto del Tronto. Dort hast Du das Gefühl, schon ganz weit im Süden Italiens zu sein: der 8 km lange Strand ist von 7000 Palmen gesäumt! Im Jahr 2003 waren San Benedetto del Tronto und die Marken übrigens die Protagonisten in Hanns Josef Ortheil Buch: Die große Liebe. Auch heute noch lesens- und träumenswert!

Die Hügel

Die Hügellandschaft liegt in den Marken quasi unmittelbar neben dem Meer. In meiner Partnergemeinde Montemarciano gibt es z.B. einen Meeres-Ortsteil (Marina di Montemarciano), während der nur 6 km entfernt liegende Hauptort (Montemarciano) bereits in den Hügeln liegt. 

Sie erstreckt sich über große Teile der Region (69%!) und bietet eine wunderbare Kulisse:

Als Balkon der Marken wird Cingoli bezeichnet. Cingoli liegt etwa 40 km von der Küste entfernt auf einem Hügel und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer und den Monte Conero. Der nahegelegene See ‚Lago di Castreccioni‘ (Lago di Cingoli) bietet nicht nur tolle Bademöglichkeiten, sondern auch gute Restaurants und Picknickplätze. 

Häufig sieht man einsam liegende Rustici, Landhäuser auf den Hügeln. Wenn man sich ihnen nähert, geht es zunächst durch pittoreske kleine Dörfer, die alle ihren eigenen Charme haben: enge Gassen, das eine oder andere historische Gemäuer und atemberaubende Ausblicke. Was allen zu eigen ist – la trinità italiana: il bar (Bar), la chiesa (Kirche), la piazza (Platz)! 

Beim genaueren Hinsehen erkennt man Weinberge, die sich mit Olivenhainen und Zypressenalleen abwechseln. Die Weinproduktion spielt eine große Rolle in den Marken. Dass der Verdicchio dei Castelli di Jesi mein Lieblingswein ist, kommt nicht von ungefähr. Im Gegensatz zum Rosso Conero ist die Lacrima di Morro d’Alba in Deutschland noch nicht sehr bekannt … 

Berge

Die Berglandschaft ist ebenso faszinierend wie vielfältig. Sie ist Teil des zentralen Apennin und bietet eine beeindruckende Kulisse aus Gipfeln, Tälern, Schluchten und Hochplateaus. 

Im Nationalpark Monte Sibillini kannst Du im Winter Skifahren und im Sommer der Hitze am Meer entfliehen. 

Von Ende Mai bis Anfang Juni verwandelt sich das Gebirge in eine Blütenmeer. Angeblich soll es dort 1800 Blumenarten geben! 

Der Monat August ist die perfekte Zeit für die sogenannte Lavanda dei Sibellini: vom Duft des Lavendels umgeben, kannst Du auf einer Hochebene durch die weiten Lavendelfelder bei Monte Gallo wandern. 

Faszinierend, egal zu welcher Jahreszeit, ist der Lago di Pilato auf 1.940 m ü.N. Der Pilatus-See ist ein Gletschersee mit changierenden Grün-Blautönen, umgeben von den höchsten Bergen der Region, die alle über 2.400 m hoch sind: Monte Vettore (2.476 m), Monte del Redentore (2.449 m), Cima del Lago (2.422) und Pizzo del Diavolo (2.410 m). Die Wanderung zum Lago di Pilato ist mit 1.300 m Höhenunterschied anspruchsvoll, aber landschaftlich phantastisch! Nachdem vor einigen Jahren eine Gruppe Engländer ein Bad im See nahm, stehen nun überall Hinweisschilder, dass das Baden verboten ist. Nicht, um vor einem Kälteschock zu bewahren, sondern zum Schutz des Chirocefalo, eine vom Aussterben bedrohte Garnelenart, die noch nur in diesem See zu finden ist. 

Seinen Namen verdankt der See im Übrigen einer Legende: angeblich soll Statthalter Pontius Pilatus dort liegen, nachdem er auf Befehl Kaiser Tiberius‘ zum Tode verurteilt, hingerichtet und dann – als Zeichen der Schande – von einem unbemannten Ochsenkarren durch die Berge gezogen worden waren. Die Tiere wanderten ziellos umher und stürzten irgendwann – samt Karren und Pontius Pilatus – in den See. 

Eine ganz besondere Wanderung kannst Du im Sentiero delle Gole machen. Im Naturpark Gola della Rossa liegt die gleichnamige Schlucht (zwischen Jesi und Fabriano) und bietet spektakuläre Ausblicke auf felsige Klippen, dichte Wälder und Flüsse mit ganz klarem Wasser. Unterwegs können Höhlen erkundet werden, unter anderem die Grotte di Frasassi!

Bei unserer Sprachreise ‚Italienisch am Meer – Ancona‘ vom 22.-29.09.24 werden auch wir die Grotte di Frasassi besichtigen. Aber ganz bequem: mit dem Kleinbus zum Eingang, dann besichtigen und staunen und am Ende das Tageslicht genießen! 

 Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann klicke einfach auf diesen Link oder setze dich mit mir über Mail in Verbindung!